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Dass Fußball nicht den einzig interessanten Sport darstellt, erfahren im Augenblick junge erwachsene Fußballfans in der Sommerpause. Das Fanprojekt Bochum freut sich in enger Kooperation mit Action Sport Essen/mf-Tauchsport ein erlebnispädagogisches Tauchprojekt für Fußballfans anbieten zu können. An dieser Stelle gilt hier der Dank an die umfassende Unterstützung an unseren Kooperationspartner, ohne den dieses außergewöhnliche Projekt nicht möglich wäre.

Gerade der Tauchsport erscheint bei genauer Betrachtung für pädagogische Maßnahmen geradezu prädestiniert zu sein. Neben der aktiven sportlichen Freizeitkomponente werden viele Fähigkeiten geschult, die auch abseits des Sports enorme Wichtigkeit besitzen.

Explizit formuliert bedeutet dies:

• Durch das selbstverantwortliche Handeln wird das eigene Selbstvertrauen gestärkt.

• Durch das „Buddy-System“ wird das Vertrauen gegenüber einem Partner aktiv geschult, alle Vorgänge passieren zu zweit – von der Funktionsüberprüfung der Tauchausrüstung bis zum gemeinsamen Tauchgang. Das Verantwortungsbewusstsein wird durch die Übernahme dessen für „meinen Buddy“ erheblich gefördert.
Kooperatives Handeln wird erlernt und als notwendig verinnerlicht.

• Sensibilisierung für das Handeln in einer neuen Umgebung und Erweiterung der Wahrnehmung durch die Erfahrung unter Wasser.

• Stärkung der persönlichen Soft Skills durch persönlichkeitsbildende Maßnahmen wie: Überwindung, Mut, Bezug zum eigenen Körper und zur Natur, Überwindung von Ängsten.

• Tauchen ist kein Leistungssport, das gemeinsame Miteinander im Erleben einer neuen Dimension steht im Mittelpunkt. Es gibt keine Gewinner und Verlierer.

• Durch gezielte Heranführung können die Jugendlichen ihre Grenzen erfahren, diese akzeptieren und verantwortungsbewusst überwinden lernen.

• Schulung der Kooperationsfähigkeiten, welche transferiert auf die Lebenswelt eine immer höhere Bedeutung für Schule und Beruf gewinnen.

• Das Erleben eines durch das Schweben unter Wasser hervorgerufenes Gefühl der Freiheit und der inneren Ruhe führt, gepaart mit anschließender Reflexion, zum Abbau aggressiver Verhaltensweisen.

• Tauchen stellt einen entspannenden Ausgleich von der hektischen Lebenswelt der TeilnehmerInnen dar, Entspannung und Ausgeglichenheit ist die Folge.

• Akzeptanz der Jugendlichen von notwendigen Regeln ohne die das Tauchen in der Gruppe eine zu große Gefahr darstellt und Gruppenprozesse nicht möglich sind.

• Stärkung der Gruppe durch die Förderung der Gruppenidentifikation – dadurch dass sich die Gruppe ihre Fortschritte selbst erarbeitet wird, wird der Zusammenhalt der Gruppe gefördert. Die Notwendigkeit der Partizipation der Gruppenmitglieder untereinander wird zudem elementar verdeutlicht.

• Die TeilnehmerInnen erleben unter Wasser völlig neue Kommunikationsformen, da dies ausschließlich nonverbal erfolgen kann. Dies hat zur Folge, dass die Jugendlichen ganz anders aufeinander zugehen müssen.

• Das Lernen ist handlungsorientiert in einer „Ernstsituation“. Dadurch erfolgen Lernerfolge und Erfahrungen sehr schnell.

• Die Fremdheit der Umgebung führt zu einer Stärkung des Bewusstseins für die eigenen Fähigkeiten und des Einsatzes hierfür.

• Die intrinsische Motivation der TeilnehmerInnen an einem Tauchkurs teilzunehmen und diesen erfolgreich zu meistern, kann mit entsprechender Reflexion in die Lebenswelt transferiert werden, was auch dort zu erfolgreicheren Ergebnissen bei an sie gestellte Aufgaben führt.

• Die motorischen Fähigkeiten werden aktiv geschult, da unter Wasser ein hohes Maß an Koordination notwendig ist und gerade gezielt auf die Atmung geachtet werden muss.

• Der passiven Freizeitgestaltung welche durch den Einsatz neuer Medien vermehrt auftritt wird vorgebeugt. Die Jugendlichen müssen aktiv werden um entsprechende Erfahrungen machen zu können.

• Durch die notwendige regelmäßige Teilnahme an den Theorie- und Praxiseinheiten welche zwingend erforderlich ist, erlernen die TeilnehmerInnen Kontinuität und Stetigkeit.


Die TeilnehmerInnen erwerben daneben den „open water diver“ der sie im Anschluss dazu berechtigt selbstständig bis zu einer Wassertiefe von 18 Metern weltweit tauchen gehen zu können.
Eine umfassende Berichterstattung der angehenden Taucher über die theoretischen und praktischen Inhalte des Kurses werden zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht.

 

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